ARCHÄOLOGISCHE STÄTTEN HERAKLION

ARCHÄOLOGISCHE STÄTTEN HERAKLION

Knossos: befindet sich 5 km nordöstlich von der Stadt Heraklion. Sie war durchgehend von 6000 v. Chr. bis 824 n. Chr. bewohnt. Als bedeutende Siedlung war sie die umfangreichste und reichste auf der Insel seit der frühen Jungsteinzeit (7. Jahrtausend v. Chr.). Nach Mitte der Jungsteinzeit hatten einige Häuser Höfe, Keramik, sowie Werkzeuge aus Stein und Knochen. Während des 5. Jahrtausends erschienen die ersten Vasen. Der erste Palast wurde dort im Jahr 1950 v. Chr. erbaut. Im 17. Jahrhundert v. Chr. wurde die Siedlung zerstört und wieder aufgebaut. In dieser Zeit wurden viele Gebäude sowie Lager und Werkstätten erbaut und um diese viele Residenzgebäude der Adligen. Die Wände des Palastes sind von Fresken geprägt. Nach dem Ausbruch des Vulkans Santorin im Jahre 1450 v. Chr. ging die Siedlung dann allmählich unter. 67 v. Chr. wurde es eine römische Provinz. 365 n. Chr. erschütterte ein mächtiges Erdbeben die Stadt, aber erst im 9. Jahrhundert n.Chr. während der venezianischen Zeit verließ man sie endgültig.

Phaistos: Im Jahr 1900 n. Chr. begannen umfangreiche Ausgrabungen und im Jahre 1909 wurde der Palast vollständig aufgedeckt. Im Jahre 1950 n. Chr. wurden große Teile des ersten Palastes, sowie bunte Vasen im kamaraikischen Rhythmus gefunden. Die Stadt Phaistos wurde nach Süden hin erweitert. Im Nord-Osten der Stadt wurden viele Grabbeigaben gefunden. Die Stadt wurde ununterbrochen seit der Jungsteinzeit bewohnt. Der erste Palast wurde um 2000 v. Chr. erbaut. Es gab drei Bauphasen. Nach 1700 v. Chr. wurden die prächtigen Paläste der neu-anaktorischen Periode erbaut. In den oberen Stockwerken waren die Ritualräume. Ein eindrucksvoller Eingang vom Haupthof aus führte zu den königlichen Gemächern, unter anderem wurde auch Alabaster unter den Baustoffen verwendet; es gab auch Lagerhallen und einen Schmelzofen für Bronze. Im Jahre 1450 v. Chr. wurde die Bewohnung der Paläste beendet und sie wurden wieder im neunten bis siebten Jahrhundert bewohnt. In 150 v. Chr. wurde die Siedlung von den benachbarten Gortynian besiegt und vernichtet.

Malia: befindet sich 3 km außerhalb des heutigen Malia. Verblieben sind die Ruinen eines minoischen Palastes, die nach der heutigen Siedlung benannt wurden, da der frühere Name nicht überliefert worden war. In der Siedlung vermisst man die Erhabenheit der Paläste von Knossos und Phaistos, ebenso wie den bunten kamaraikischen Rhythmus. Der erste Palast wurde nach 2000 v. Chr. erbaut, mit einer Geschichte die parallel mit deren von den beiden anderen Städten verlief. In Malia wurden vor allem Metallarbeiten, sowie die Kunst des Schmuckes und der Siegelherstellung entwickelt.

Amnissos: die minoische Knossos verwendet es als Hafen. In Amnissos wurde ein Herrenhaus mit Fresken entdeckt, das vermutlich um 1600 v. Chr. erbaut wurde, aber dann um 1500 v. Chr. zerstört wurde, wahrscheinlich durch die enormen Wellen die der Vulkanausbruch von Santorin erzeugten.

Archanes: befindet sich 15 km südöstlich von Chania. Es ist eine der ältesten Siedlungen und die Ausgrabungen werden bis heute fortgesetzt. Wichtige Funde aus Archanes werden im Archäologischen Museum von Archanes ausgestellt.